#10 Pavel Bure

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Im wichtigsten Spiel seiner Karriere tauchte Pavel Bure unter. Finale um den Stanley Cup 1994, Spiel 7 zwischen den New York Rangers und den Vancouver Canucks. Bure hatte in der Regular Season zum zweiten Mal in Folge 60 Tore geschossen und die Maurice Richard Trophy gewonnen. Auch in den Playoffs war er mit 16 Treffern bester Torjäger. Aber den letzten Schritt zum Stanley Cup machte er nicht. Im entscheidenden Finalspiel stellten ihn die Rangers um Mark Messier und Brian Leetch in den Schatten. Besonders auffällig war das beim 1:0 durch Leetch. Messier überlief Bure an der Mittellinie einfach.

Dabei war doch eigentlich Pavel Bure, Spitzname „Russian Rocket“, für sein Tempo bekannt. Der Russe eroberte die NHL im Sturm, schoss in seiner ersten Saison 1991/92 gleich 34 Tore und gewann die Calder Trophy für den besten Rookie der Liga. Bure ließ zweimal 60 Tore und später noch drei Spielzeiten mit über 50 Toren folgen, die letzten beiden im Trikot der Florida Panthers. Dreimal war er bester Torjäger der Liga und versetzte die Eishockey-Welt immer wieder in Staunen. Auch wenn es „nur“ in einem Preseason-Spiel war, gehört sein „Stick to Skate“-Trick in vollem Tempo zu den genialsten Toren, die ich gesehen habe.

Bure schoss 437 Tore in 702 NHL-Spielen, das ergibt eine Quote von 0,62 Toren pro Spiel. Unter allen NHLern mit über 700 Spielen haben nur Mike Bossy und Mario Lemieux eine bessere Torquote. In der DEL wird Bures Schnitt dagegen wohl unerreicht bleiben. 1994 bestritt er während des NHL-Lockouts ein Spiel im Trikot des EV Landshut und schoss gegen die Eisbären Berlin drei Tore. Bure lief damals nicht mit der „10“ auf, die trug in Landshut Jacek Plachta. Für den NHL-Star, zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich der spektakulärste Spieler der Welt, wurde kurzerhand ein ganz besonderes Trikot angefertigt.

Neben seinen drei Maurice Richard Trophies und der Calder Trophy gewann Pavel Bure mit Russland bei den Olympischen Spielen Silber und Bronze sowie bei der Weltmeisterschaft Gold und Bronze. 2012 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen.

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