Olympia-Kader 2022: Die Verteidiger

Christoph Fetzer stellt in dieser Woche Position für Position den möglichen Kader für die Olympischen Spiele 2022 zusammen. Du willst mithelfen, dass bissl Hockey wächst? Dann supporte hier das Projekt.

Es sind noch zwei Jahre hin. In dieser Zeit kann viel passieren. Trotzdem ist es nicht zu früh, sich Gedanken über den Kader der deutschen Eishockeynationalmannschaft für die Olympischen Spiele 2022 in Peking zu machen. Nach den Torhütern geht es jetzt mit den Verteidigern weiter.

Kandidaten links: Konrad Abeltshauser (Jahrgang 1992), Sinan Akdag (1989), Tim Bender (1995), Marcel Brandt (1992), Bernhard Ebner (1990), Björn Krupp (1991), Oliver Mebus (1993), Eric Mik (2000), Jonas Müller (1995), Moritz Müller (1986), Simon Schütz (1997), Yannic Seidenberg (1984), Colin Ugbekile (1999), Fabio Wagner (1995)

Kandidaten rechts: Dominik Bittner (Jahrgang 1992), Daryl Boyle (1987), Stephan Daschner (1988), Christopher Fischer (1988), Leon Gawanke (1999), Korbinian Holzer (1988), Leon Hüttl (2000), Benedikt Kohl (1988), Marco Nowak (1990), Denis Reul (1989), Moritz Seider (Jahrgang 2001), Simon Sezemsky (1993), Dominik Tiffels (1994), Kai Wissmann (1996)

In der Verteidigung der deutschen Eishockeynationalmannschaft gibt es ein Problem. Im System von Bundestrainer Toni Söderholm ist der kontrollierte Spielaufbau, das Verlassen des eigenen Drittels mit Scheibenbesitz, ein ganz wichtiger Eckpfeiler. Nur im äußersten Notfall wird der Puck einfach wild hinten rausgehauen. Für dieses System braucht man aber auch die richtigen Spielertypen. Im deutschen Eishockey fehlen spielstarke Verteidiger auf ganz hohem Niveau – heute wie früher. Der einzige deutsche Offensivverteidiger mit einer langen NHL-Karriere war Christian Ehrhoff, vielleicht kann man hier noch Uwe Krupp nennen. Dennis Seidenberg war vor allem für seine Defensivstärke bekannt, gleiches gilt für den aktuell einzigen deutschen Verteidiger in der NHL Korbinian Holzer.

Gesucht: spielstarke Verteidiger mit NHL-Niveau

Während sich deutsche Stürmer wie Leon Draisaitl und Dominik Kahun in der NHL nicht nur etabliert haben, sondern auch verlässlich scoren und die nächste Generation um Tim Stützle und Lukas Reichel schon bereitsteht, ruhen in der Verteidigung die Hoffnungen auf Moritz Seider. Allerdings gibt es in der DEL einige deutsche Verteidiger, die auf gutem Niveau spielen. Die Entscheidung, wer den Platz im Kader bekommt, ist nicht einfach. Einen Vorteil könnten die Spieler haben, die in Söderholms System passen. Stellvertretend sei hier Marcel Brandt genannt, der gut skatet, die Scheibe gerne am Schläger hat und im Spielaufbau selten die unkontrollierte Befreiung wählt.

Gute Aufbauspieler alleine reichen natürlich nicht. Ein paar Allrounder wie Konrad Abeltshauser oder Defensivspezialisten wie Korbinian Holzer müssen auch im Kader stehen. Dazu Simon Sezemsky, der wegen seines Schusses fürs Powerplay wichtig werden kann. Vielleicht sorgt der Name Fabio Wagner für Verwunderung, aber ich halte ihn für einen der besten Defensivverteidiger der DEL. Die drei Olympia-Silbermedaillengewinner Daryl Boyle, Moritz Müller und Yannic Seidenberg, alle drei beim Turnier in Peking 35 Jahre oder älter, sind nicht mehr im Kader.

So sieht die Verteidigung der deutschen Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele 2022 damit aus:

Konrad Abeltshauser – Moritz Seider
Jonas Müller – Korbinian Holzer

Marcel Brandt – Dominik Bittner
Fabio Wagner – Simon Sezemsk
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Im nächsten Teil geht es um den Sturm. Bis dahin g’sund bleim, habe die Ehre.

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